Göteborgs Handels- och Sjöfartstidning – 22 januari 1842, sida 1

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Du virst es wissen, wie im Brittenlande Regieret ein Monarch. der frech entwellit, Was anf der Welt das Heiligste: die Bande Des Bluts — die Pflicht der Gastfreiheit. Von Wollust nur berauscht. sind die Gefähle i Des Danks, den er Dir schuldig, längst erstickt; I Den Pfad des Lasters steckt er sich zu Ziele, I Und schändlich er die Tugend unterdräckt. I Die Wohlthat, die er einst in frähern Tagen i Von Dir empfieng, vergass er, so wie Dich: i Des Königs Pilicht vergass er an der Schwachen, Als ein Verräther öbergab er mich. Ä Man riss mich fort. — Bald sah ich in der Ferne Das Land. wo mich erwartete die Wuth l Und Rache eines Volks, för das so gerne Mein Vater einst vergoss sein Heldenblut. j Ich flehte nicht um Mitleid. um Erbarmen, ) Denn Unschuld ist zum Tode stets bereit; Ich hoffte. bald den Vater zu umarmen Dort in dem Stralenreich der Ewigkeit. I Ich wollte dann als Geist um Segen flehen i Fär Dich, der von der ganzen Welt verkannt, Und wurd — so dacht mit Freuden ich — Dich sehen. Wie Du versöhnt mit Deinem Vaterland. l och ach! zu langer Qual man mich bestimmte; i Man wusste: Tugend förehtet nicht den Tod; Die Rache, die der Feinde Herz ergrimmte, Ward nur gestillt durch meine Schmerzensnoth. Mein latztes Kieid ward -pottend mir entwunden — O Dania! verdient ich solch ein Loos? In Sklaventracht — o turcbtbar herbe Stunden! Riss man mich fort von meines Bruders Schloss. Zum letzten Mal sah ich. wie Hesper blinkte So frenndlich hold im stillen Abend-chein: Ich weinte heisse Thränen — und man winkte — Da trat ich in die Gruft des Kerkers ein. Hier musich nun in tiefen Klutten tranern, Nie dringt zu mir der Sonne goldner Stral: burch diese dicken, schwarzen Kerkermanern Tönt nie der lIloffnung froher Wonneschall. Wenn ans dem ÅSchlaf des Winters Sturm mich weckef, Pann hbarv ich still den langen finstern Tag: Deun tiefer Schnee die kleinen Fenster decket, Wodurch das Licht im Sommer golden brach. Wohl glimmt ein mattes Feuer auf dem klerde. Bei seinem schwachen Schein schreib ich an Dich: Doch anch die Wohlthat wird mir zur Beschwerde, Denn dicker Kohlenrauch verblendet mich. Und wenn der Lenz aus seinem Schlaf erwachet, Mir hanclit er leider! keinen Balsamduft: Kein Glanzgestirn zu mir hernieder lachet, Kein Zephyr steigt in diese Todtengruft. Nie werd ich mehr die Pracht der Erde schauen, Todt bin ich — fär die ganze Schöpfung todt! Ach! keinem Wesen kann ich mich vertrauen, Und keinem Freunde klagen meine Noth! — Doch einst man einen wunden Hund mir brachte, Teh sollt ihn heilen ward von mir begehr:: Man wollte mich verföhnen — ha! man dachte, Man wusste nicht, dass Mitleid Trost gewäkhrt. Ach! seufzt ich kummervoll: auch diesen Armen Verstiess die Welt — er ist gleich mir allein! Du armes Thiers. ich will mich Dein erharmen, Mein Bischen Stroh soll auch Dein Lager sein. Und oft geruhrt ich selge Stunden fahlte. Wenn ich gestillt des armen lundes Weh, Er aus Erkenntkkchkeit. dass ich ihm kuhlte Den Schmerz, mir seinen Dank zuwedelte. Doch jetzt bin wieder ich allein eurucke In dieser öden, schauervollen Nacht, Und nur den Kerkermeister ich erblicke, So oft mit hohlem Klang der Riegel kracht. Hier sitz ich einsam und allein und denke Den langen Tag, o theurer Mann! an Dich. Und flehb zum guten Gott, dass er Dir schenke Das Gläck, das nicht bereitet schien fiir mich. Doch scheint die Hoffoung mir nur schwach zu tagen. Du solltest glucklich sein bei meiner Noth, Du solltest ruhig Daniens Zorn ertragen. Du, dem die Sehande schrechlicher. als Tod? Jedoch sei stark! Nicht wirst Du sehwach verzagen; Denn nur der Grosse weiss des Unuläcks Last Mit wurdigem Muthe ruhig zu ertragen, Ist in Getahr, im Tode selbst gefasst. Auch mir ist noch nicht alie Lust entschwunden, oft ward mein Schmerz und meine Pein gestillt, Oft hab ich Linderung und Trost gofunden, Wenn ich zuruckrief jener Vorzeit Bild. Ja, heilig ist mir das Gefuhl der Wonne, Der Zeit. als Deine Braut ich war: wenn mir Ein König auch geboten seine Krone -Ich hätte nicht getauscht: denn nur in Dir Fand ich mein Gluck, und ich vergass die Freuden Des Hofs an Deinem Arm, an Deiner Brust : O, ich genoss des Himmeis Seligheiten. Vereint mit Dir in reiner Liebe Lust. ÅA 3 ett 1

22 januari 1842, sida 1

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