a. we Und Sprachen lernte ich auf Deinem Schosz, Mö fa — Und wenn mein Ohr dann horchend auch Dich hörte, rr Dann warein Kuss der Lohn, den ich genoss; Ja. wenn Erinnerung vergangner Tage Sich wie ein Traum vor meine deele stellt, Vergess ich Kummer, Kerker, Leia und Plage, Bin ich versöhnet mit der ganzen Welt. So oft mich jenes holde Bild entzäcket, Seh auch den Vater ich, wie er uns herzt, Wie er so froh auf seine Kinder blicket, Mit jedem freundlich spricht und liebreich scherzt, oft, wenn er nach des heissen Tages Mäuhe In unsre frohen Kinderkreise trat, Nahm er uns mild auf seine Vaterkniee. Und lebrt uns wandeln auf der Tugend Pfad, Nie ist das Bild aus meiner Brust entschwunden, Wie aus der Schlacht znröckgekehrt er war, Den Kopf, die Brust bedeckt mit tiesen Wunden, Mit Blut getärbt das weisse Silberhaar. Der Schmerz sich auf den blassen Wangen malte, Und deutlich lesbar im Gesicht er lag, Doch hohe Ruhe aus den Augen stralte, Und wärdevoll er diese Worte sprach. o Leonora, trockne Deine zähre! Ich hab gesiegt. nicht acht ich diesen Schmerz; Mein Blut floss ja zu meines Reiches Ehre, Und far mein Volk bricht freudig dieses Herz. Der Tod ist schön, färs Vaterland zu fallen! — Dies nur, lhr Fursten, dies ist wahrer Muth — Hehr stialt mein Bild, mein Name jetzt bei Allen, Fur die ich froh vergoss mein Heldenblut. Erkenntlich wird der brave Däne -agen, Wenn nun mein Sohn bald auf dem Königsthron: Des Vaters Blut floss in der Vorzeit Tagen Fär uns — das unsre fliesse fär den Sohn! ÅAuch Dich hält dann das treue Volk in Ehren, Du wirst geschätzt von jedem Cuterthan, Und das Bewusstsein wird die Liehe mehren, Ihr Vater war der gute Christian ! Doch — Ulfeld! todt ist Christian der Grosse, Von jeder Last der Erdenwelt befreit, Ihm ist jetzt wohl dort oben in dem Schosze, Im hehren Sonnenglanz der Ewigkeit. Ach! sålv er mich, eleich einem Missethåter, In ewiger Nacht, zum Kerkertod verhanut. Und såh er, dass auch Du, wie ein Vertäther, Entehrt. gehasst, vom Vaterland verkannt Fort! fort! du Schaunderbild! Dein Angedenken. 0 guter Vater, mildert meme Pein, Und jene Ioffnung soll mir Stärke schenken, Nach kurzer Zeit mit Dir vereint gu sein. — Ja, Ulfeld! bald. bald schlågt die grosse Stunde, Wo wir erscheinen vor des Jenseits Thron, Wo wir, geheilt von jeder Erdenwunde, Von Gott empsangen unsrer Thaten Lohn. Er richtet åber Den, der hier in Banden, Und Den, der hier im Diademe gieng: Vor seinem Richter-tuhl oft Sblasen tanden Die Seligkeit, die nicht ihr Furs: empfirng. 0 dort in jeneu reinen Himwelsirenden, i Dort bin ich Dein. dort bist Du ewig mein! Dort winkt uns nach des Diesseits herben Leiden Des Jenseits ewigblåhender Verein. Dort werden wir des Nordens sie rscher schauen, Den Dania wie einen Vater chri. Auf diesen Trost, mein Ueld. musst Dn bauer; Denn unsre Welt ist keiner Thränen werth.