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Wie ihm in Gothenburg, die Alten stets geschenkt! So vandern traurig alle in die Ferne; Nur der Gedanke bleibt zuröck. Ich säng zum Abschied noch ein Lied so gerne, Doch meine Stimme iittert, und mein Blick Wird träbe! — Nein, lebt vohl, lebt wohl, ihr guten Leute! Wer veiss, ob wir uns viedersehn! Des Sängers Heimat, ja, es ist die weite Die weite Welt! Rastlos treibts ihn dahin. Er gleicht der Wolke, die vom Sturm getrieben Dahineilt. Ach! Er gleicht der Welle Schaum. Sie taucht empor: vas ist von ihr geblieben? Nichts! Sie versinkt im weiten Meeresraum. Doch einmal missen wir von allem scheiden! Drum, Freunde! folgt stets Luthers Wahlspruch treu. Liebt Wein und Weib, und des Gesanges Freuden, Erhält die Brust euch froh und frei! Ein Pereat fär jeden Grillensänger i Ein vivat jedem fröhlichen Gesicht! Nun Freunde! bittet Euch ein lustger Sänger Schenkt mir in Euren Uerzen ein vergissmeinnicht! HERRMAN RABE.

30 december 1853, sida 4

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