Behalte, spraeh der Jude, deinew Glauben; Was! Christus dir — das Moses ist fär mich, Und nichts kann mir die Ueberzeugung rauben, Dass du allg Christ nicht besser bist, als ich. Du kannst nicht leugnen wollen, dass auch Moses Auf göttliches Gehiss durch Wort und That Ein Wunderwerk, und zwar ein schönes, grosses, Znm Heil des Judenthums geschaffen hat. Wenn auch kein: Christ, bin ich wohl darum minder Zu schätzen in Moral und Wort und That? Sind wir nicht Alle eines Vaters Kinder, Wenn auch der Glåube uns geschieden hat? Der Christ, ich weiss es, meinen Glauben tadelt, Und schilt den Juden, weil er Jud sich nennt; Obiwvohl der Name Christ den Christen adelt, Wenn sonst kein Merkmal ihn vom Juden trennt? Ich hörte einst — ich brauch nicht aveit zu gehen — Von Predigern in geistlichem Ornat In eurem Tempel uns verdammen — schmiäken! — Kannst du als Christ lobpreisen solche That? — Und während Sie so mit einander stritten Und -heiss der-Sechweiss von ihren StivneR rann, Da kam ein Jänger Muhameds. geritten, Er war ein Dichter und ein Ehrenmann. Und Jene baten ihh, er mög als Richter Ganz unparteiisch schliebten ihren Streit, Und auf ihr Flehn erklärte sich der Dichter Zu soichem Liebesdienste gernm bereit. — Nachdem er sie gehört, da sprach der Dichter: Ieh bin zu diesem Spruch nicht competent Und weis euch daruwm hin zu jenem Richter, Den man Jehova, Gott und Allah nennt. Er ist der Liebe Quell ; nur Er kanna richten Des Menschen Glauben, seine That, sein Herz. Auch euren Zwiespalt wird er dereinst scblichten! Drum richteteure Blicke himmelwärts,