Aftonbladet – 19 maj 1862, sida 1

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RR Pe mm tag Sooihad Nauheim gra da Telegrafen-station: : bas bei Frankfa:t am Main. Die Nauheimer kohlensäurereichen Soolthermen, welche sich bereits einen so bedeutenden Ruf erworben haben, werden sowohl zu Trinkkuren, als namentlich zu Badekuren verwandt, — Die beiden nebea der schönen, neu erbauten Trinkhalle belegenen Trinkquellen, der Hutöfunnen und der Salzbrunnen mit einer Temperatur von 479 RB. zeichnen sich durch ihrö Klarheit, ihren angenehmen Geschmack und durch ihren Gasgehalt aus. Der Kärbrunnen wirkt leichter, der Sal-brunnen stärker abfihrend. Der erstere wird mit Recht dem Hissinger Ragotzy an die Seite gestellt. — Die -herrlichen drei Badegquellen, die weit berähmten Nauheimer Sprudelb, von resp. 29,27 und 239R. natörliche Wärme, mit 4 pCt. Salzgehalt undeinem grossen Reichthum an Kohlensäure, verden nicht nur zu Bädern, sondern auch zu allen Arten von Douchen verwandt, und liefern ein so reiches Material zu Kohlensäuredouchen, wie: es nicht leicht an andern Quellen gefunden wird. Durch die Einrichtungen der Quellenleitungen und Badebäuser ist die sonst nirgends in Deutscbland zu findende Möglichkeit gegeben, Medeficationen der natärlichen Wärme der Bäder herzustellen, welche sich zwischen 22 und 2509 R. bewegen. Die Trinkquellen sowohl, als die Badequellen finden vorzugsweise ihre Anwendung: bei allen Formen der Scropheln, insonderheit bei scrophulösen Hautausschlägen und Flechten, bei serophulösen Geschwiren und Knochenleiden; ferner bei rheumatischen Beschwerden und Gicht; bei chronischen Unterleibsleiden, Hämerrhoidalbeschwerden, Anschwellungen der Leber und der Milz; bei Gebärmutuerleiden, Unfruchtbarkeit und Nervehleiden verschiedener Ärt; endlich bei veralteten syphilitischen Affectionen. å Nauheim rölbt an die Wirksamkeit seiner Wasser die Anneimlichkeiten, welche die bevorzugtesten Bäder des Rheintbales bieten. Der provisorische Kursaal, seine Conversations-, Ball-, Concert-, Leseund Spielsäle versammeln täglich eine ausgesuchte Gesellschaft. Das Orchester, aus vorzöglichen Musikern bestehend, unter der Leitung des Kapellmeisters Edmund Neumann, lässt sich Morgens ån den Qaellen und Abenis:in den Gärten des Kurtsaales hören, und während der Saisoh fikden ölne Utterbrechung Bälle und Concerte statt. Die Gasthäuser hieten den Fremden vortrefliche table d höte und restaurants å la carte. Eröffnung der Salons-seit dem 1. April und der Bade-Saison dem 15. Mai. Nauheim ist 55-Minuten von Frankfurt durch die Main-Weser-Fisenbahn, entfernt.

19 maj 1862, sida 1

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