Aftonbladet – 23 maj 1860, sida 1

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Sommer-Saison 1869. PE AREENEPNETKASTIRNTT Sommer-Saison ; soo. Bad bei Frankfort a. Mi Die Quellen Homburgs, von dem berähmten Professor Liebig analysirt, wirken erregend, tonisch, auflösend und abföhrend; sie bethåtigen ihre Wirksamkeit in allen Fällen, wo es sich darum handelt die gestörten Funetionen des Magens und des Unterleibes wieder herzustellen, indem sie einen eigentbämlichen Reiz uuf dicse Örgane ausöben, die abdominale Circulation in Thäligkelt setzen, und die Verdauungsfähigkelt regeln. Mit vielem Erfolge findet ihre Auwendung statt: in chronischen Krankheiten der Dräsen des Unterleibs; namenflich der Leber und Milz; bei Hypochondrie, Urinleiden, Stein, bei der Gicht, bei Gelbsucht, bei Hämorrhoidalleiden und Verstopfungen, so wie bei allen den mannigfachen Leiden, die ibren Urspräng aus erhöhter Reizbarkeit der Nerven herleiten. Von sehr durchgreifender Wirkung ist der innere Gebrauch des Wassers, besonders wenu es frisch am der Quelle getrunken wird; die Bergluft, die Bewegung, die Zerstreuung, das Entferntseyn von allen Geschäfien und jedem Geräusch des Städtelebens, unterstätzen die Heilkraft dieses herrlichen Mineralwassers. Molken werden von Schweizer Alpen-Sennen des Kantons Appenzell aus Ziegenmilch durch doppelte Seheldung uibereitet, und in der Fröhe an den Minueralquellen, sowohl allein, als in Yerbindung mit den versehiedenen Mineralbrunnen, verabreicht. ; d Åusser dem Badehanse, worin die Mineralwasser-, so wie Fichtennadel-Båder gegeben werden, findet man äh auch gut elngerichtete Flussbäder, welche in håufigen Fällen wesentlich zur Förderung der Brunnenkur eilragen. Das grossartige Conyversattionshaus, welches das fanze Jahr hindureh geöffnet bleibt, enthält prachtvoll leeorirte Räume, einen grossen Ballund Concertsaal, einen Speise-Salon, Kaffeeund Rauchzimmer, mehrere seschinackvoll avsgestattele Conversationssäle, wo Trente-et-Quarante und Roulette unter Gewäb ung aussergewöhnicher Vortheile aufliegen, indem Ersteres mit einem halben Refalt und Letzteres mit einem Zero gespielt wird. Die tägliche Bankeinläge am Trente-et-Quarante ist auf 300,0060 Franken, das Maximum auf 12,000 Eranken festgesetat, — Das grosse Lesecabinet steht dem Publikum unentgeltlich geöffoet, und -enthält die bedeutendsten deutschen, französischen, englischen, Halienischen, russisehen, polnischen und holländisehen politischen und belleråstischen Journale. Der elegante Restaurationssalo oselbst nach der Karte gespeist wird, fährt anf die schöne Isphalt-Terrasse des Kurgartens. — Table Thöte vt um ein Uhr und um fönfUhr statt; die Hestauration st dem rålblichst bekannten Hause Chevet aus F avertraut. Das Kur-Orchester spielt dreimal des T soreens an den Quellen, Kachmittags im Musik-Pavillon les Kurgartens und Abends im grossen Ballsaale;y e.ält 43 ausgezeichnete Musiker, worunter vornebmlich die Herren Paquis und Schlotmann, erste Hornsoii son der italienischen Oper zu Paris, sowie Herr Delpech, Pornet-å-pistons, aus Paris, zu nennen sind. Jede Woche finden Reunions, Bälle, sowie Concerte det bedeutendsten durchreisenden Känstler statt. Durch die Verbindung von Post, Eisenbahn, Omnibus c. ist Bad Homburg nur eine Stunde von Frankfurt titfernt, Binnen Kurzem wird auch die Eröffnung der direrten Eisenbahn zwischen Homburg und Frankfurt a Ms stattfinden, und die Fahrt alsdann in Zwanzig Minuten zuråckgelegt werden.

23 maj 1860, sida 1

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