Aftonbladet – 27 juli 1854, sida 1

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ad Homburg, bei Frankfurt a. M. Die Quellen Homburgs, deren Analyse von dem beriihmten Professor ILiebig stattgefanden hat, sind erregend, toniseh, auflösend und abfäöbrend, sie betbätigen ihre Wirksamk-cit in allen Fällen, wo es sich darum handelt, die gestörten Functionen de Magens und des Unterleibes wieder berzustellen, indem sie einen eigenthämlichen Reiz auf diese Organe ausiiben, die abdominale Circulation in Thätigkeit setzen, und die Verdauvungsfähigkeit regeln. Mit vielem Erfolge findet ihbre Anvendung statt: in Hrankheiten der Leber und der Milz, bei Hypochondrie, bei Urinleiden, bei Stein, bei der Gicht, bei der Gelbsucht, bei Håmorrhoidalleiden und Verstopfungen, so wie bei allen Krankheiten, die von der Unregelmåssigkeit der Verdauungsfunctionen herrähren. Von sehr durchgreifender Wirkung ist der innere Gebrauch des Wassers, besonders wenn es friseh an der. Quelle getrunken wird, und die Bergluft, die Bevegung, die Zerstreuung, das Entfern:seyn von allen Geschäften und. jedem Geräusche des Städtlebens, unterstitzt die Heilkraft dieses herrlichen Mineralwassers. Hierzu kommt noch eine Molkenanstalt, welche in einem -parkKähnlithen Garten in der unmitterbarsten Umgebung der Stadt-angelegt ist. Es werden jeden Morgen sowohl hier in einåm blegant eingerichteten Pavillon, als auch in den B-unnenamagen die frisch bereiteten Ziegenmolken verabreicht. In demselben Garten hat man auch: ein frisches Gebirgswasser zu einem Sturzbade gefasst. Ausser dem neuen HBadehause, worin die Mineral asser-Bäder gegeben werden, findet man hier auch gut eingerichtete Flussbåder, welche in bäuligen Fällen wesentlich zur Förderung der Brunnenkor beitragen. Mit dem Rufe Homburgs, der sich seit 43 Jahren stets gemehrt hat, ist auch Homburg selbst in jeder Beziebung fortgeschritten: neben der alten ist eine neue Stadt erstanden, mit prächtigen Hötels, schöven Privat-Wohnungen, die dem Fremden al:en möglichen Comfort gewähren, und ie mit den berähmtesten Bädern in Bezng auf Bequemlich-. keit und Luxus rivalisiren. Die wabrbaft romantische und. pittoresko Gegend ladet zu Spvaziorgängen nach dem nahen Taunusgebirge ein. Zur neuen prachtvollen Parkanlage ist der Plan durch den Königlich Preussischen Garten-Director Lenne geliefert, und die Arbeiten an derselben sind schon wesentlich vorangerickt Das grossärtige Conversations-Haus, welches das ganze Jahr hindurch geöffnet bleibt, ist noch durch den neuen Anbau von Zzwei grossen sehr prachtvollen Säten bereichert worden, und erweckt allgemeine Bewunderung. Es enthält einen Ballsaal, einen Conzertsaal, viele geschmackvoll dekorirto Conversations-säle, wo Ronalette und trento et quarante mil nambaften Vortheilen för die Spielenden var anderen Banken gespielt wird, ein grosses Lesekabinet, das unentgellich fär das Publikum geöffnet ist, und wo die bedeutendsten deutschen, französischen, englischen, russischen und holländisehen politischen und belletristischen Journale gehalten werden, ein ganz neu und sehr prachtvoll decorirtes Kaffeeund ein Raucbzimmer, die auf eine schöne Asphait-Terrasse des Kurgartens fähren, und einen Speise-Salon, wo um ein Uhr und um fönf Uhr Table d!höte ist. Das räkmlichst bekannte Kur-Orchester von dreitzig Mitgliedern spielt dreimal des Tags: Morgens an den Que!len, Nachmiltags im Musik-Pavillon des Kurgartens und Abends im grossen Ballsaale. Jede Woche finden Revunions, Bälle, wo die gowählteste Badegesellsebaft sich versammelt, und Conzerte der bedeutendsten durcbreisenden Könstler statt. Nad Homburg ist nur eine Stunde, durch dic Verbindong von Post, Eisenbahn, Omnibus åc., von Frankfurt entfernt. Die Sommer-Saison fir dieses Jahr beginnti mit dem 1. Mai 1854.

27 juli 1854, sida 1

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