Aftonbladet – 3 april 1854, sida 1

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Marienberg bei Boppar am Rhein. Diese im Jahre 1839 in dem grossartigen Klostergebäude des fräheren altadelichen Stiftes gleichen Namens von Herrn D. Schmitz ins Leben gerufene WASSERHEIL-ANSTALT, welche, Dank ihrer äberraschenden Leistungen, sich bisheran jedes Jahr und zu jeder Jahreszeit eines regen Besuches erfreute, wird sich bestreben, auch för die Zukunft den durch ihren weit verbreiteten Ruf gebotenen Anforderungen in jeder Beziehung zu geniögen. Es möchte öberflössig sein, die Schönheit der Lage oder der Räumlichkeiten eines Gebäudes hervorzuheben, welches bekanntlich zur Zeit seiner fröheren Bestimmung wenige scines Gleichen batte und dessen Bereits vorhandene Einrichtung es um so mehr erleichterte, den desfallsigen Ansprichen der Jeiztzeit die vollste Rechnung zu tragen. Liesse sich daher auch tber die elegante innere Ausschmäckung, sei es des Spesesaales, des DamenSalovs, des Leseund Billardzimmers oder der 120 Fremdenzimmer gar vieles safgen; könnte man mit vollem Rechte auf die zweckmässige Einrichtung des neuen Douchenhauses oder der iahlreichen, mit weissen Fayancefliesen ausgelegten Vollbäder — es sind deren zwölf — hinweisen; wollte nan e ch iber die Schönheit der ganzen Umgebung, die Mannigfaltigkeit der Spaztergäng2 inals arsserhalb der Anlagen, so wie ber das stete Vorhandensein einer guten Gessellschaft sich weitläufiger öussrn, man dörfte es im Bewusstsein der Wahrheit; aber diese einfache Erwähbnung soll gentgen, weil bei lem Rufe Marien ergs al!es dieses mit Recht als vorbanden vorausgesetzt werden muss. Dagegen erlaube ich mir auf etwas, womit die Existenz der Anstalt als WASSERHEIL-ANSTÅLT erfs innigste zusammenhängt, und welches, wenn nicht von der Natur freiwillig geschenkt nicht geschaffen werden kann, desto nachdräcklicher hinzuweisen, arf die Quelle nämlich, die seit einem halben Jahrtausend, in immer gleicher Reichhaltigkcit und Gäte, wisfröher dem Kloster, so jetzt der Eeil-Anstalt das Wasser zufuhrt und cine solcehe Temperatur-Beständigkeit besitzt, dass die seit acht Jahren beobacktete Schwankung 2wisehen der grösster Källte und der stärksten Hitze bloss 0.04 Grad RB. susmacht, wåhrerd die Temperaturschwankung der Veilbäder, deren Oberfiäche dem Luftzutritt stets ausgesetzt ist, 2 Grad R. beträgt. Bei solehen, von der Natur und Kunst gebotenen Vortheilen bedarf es wohl keine weiteren Versicherung, dass es sowohl des leitenden Arztes, Herrn D. Diemer, als mein eigencer crnster Wille ist, Marienberg den Charakter einer Wasserheil-Anstalt unverfälscht zu bewahren und alles die Errreichung der letzteren Absicht Störende auszuschliessen, um nach Kräften dazu beizutragen, dass das System der Wasserbebandlung im Interesse der Kranken und der Wissenschaft zu der Geltung gelange, die jeder Denkende bei den vielen bereits vorliegenden Erfolgen winschen muss. Schliesslich erlaube ich mir die Bitte, sich in ärztlichen Angelegenheiten an Herrn Doctor Diemer, in allen andern aber an mich zu wenden. ED rt KAMPMANN, Director der Anstalt.

3 april 1854, sida 1

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