Aftonbladet – 20 december 1841, sida 2

Article Image
(Insändt.y Die Bose und der Schmetterling. (Fabel.) Reizead steht dia bolde Rose, Stolz, in voller Jugendblöthe. Nimmer strablto, nimmer glöhte So der Schönbeit hohe Pracht. In dem jugendlichen Schoosse Wohnt Gliekseligkeit und Wonne. Sehnungsvoli zur Fröhlingssonne Das verklärte Auge lacht. Alle Blumen in dem Garter, Hiäbsche, niedliche Geschöpfe, Neigen, huldigend, die Köpfe För die stolze Herrschetinn; Doch — mit Gäte zu den zarten Schwestern die Erbabne nicket, Maeanrhen schönen Blick sie schicket — Lieb und Wirde wohbnt darin. Sieh doch — schon auf leichten Flugeln Kommt der Schmetterling geflogen. Freudig, ist er bald gezogen Durch das ganze Blumenland. Nicht der Zwang mit seinen Zägeln Hält den Gläcklichen gefangen. Schön er ist — Juweolen prangen Auf dem purpuinen Gewand. Rose — ach! vor ibren Blicken Sinkt Papilio zusammen, Fäöhlet bald der Liebe Flammen För die Blumenköniginn. Und voll Freude, vell Entzucken Sinkt die Schöne, Jugendwarme In des Lioblings offne Arme, Siokt an seinen Busen hin. Doch — sie fliekn, die sePgen Stunder, Der Entzuckung Strahlentänze. Wie des Lenzes Blumenkränze Welkt geschwind der Liebe Gläck: Bald der Liebling ist verschwunden. Flattert schon um andre Schönen, Rose, unter tausend Thränen, Winkt vergebens ihn zuräck. Weint um die gebrochne Treue Viele Stunden, viele Tage, Sinkt zuletzt, mit Schmerz und Klage Welkend auf den Rasen hin. ? Doch — der Schmetterling, mit Reue, kebr! zuräck, um sie zu grässen, Aber sieht, zu seinen Fässen, Sterbend die Gebieterinn. aLebe, schaue. mit Erbarmen aMeine Qual, die grenzenlose, aHeissgeliebte, theure Rosebt Ruft er, voll Verzeiflung, dann: Doch, sie kann nicht mer erwarmens Schliesst den Blick, den tiefbeträbten, Schon fär immer. — Den Geliebten Sieht sie nur im Tode apUnd er sotzt sich trautig Dieder, Tief erschuttert, bei der Eeiche, Weint und seufzt und kösst die bleiche, Kalte Wange tausendmal. Doch — am Abend Sschvärmt er wieder Fröhlich, aufgoräumt und heiter, Durch das Blumenland und weiter Zu den Blumen in das Thal. Wilhelmina.

20 december 1841, sida 2

Thumbnail