Aftonbladet – 5 oktober 1837, sida 4

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Erholungsstunden fir Handelsbeflissene Unter der Zahl von angehenden jungen Kontoristen in Stockholm därtte mancher sich finden, der, nach beendigter Arbeit auf dem Comptoir, eive FErholung sucht, die ihm zugleich nätzliche Betehrung iber sein Fach als Kaufmann gewährte. Ein oberflächliches Wissen, das mechanische Verfahren in der täglichen Verrichtung eines Comptoir-Gehöälfen, wodurch er zwar Routine erlangt, genägt dem wissbegierigen veuling nicht; es ahnet ihm, es misse noch ein Anderes, ein Höheres als die blosse Praxis geben; er scheint es jetzt zu wissen, der Kaufmann könne nur durch eine seinem Stande angemessene, wWissenschaftliche und insbesondere re:n mercantilische Bildung, den Rang eines erfahrepen urd kenntnissreichev Geschältsmannes einnehmen. FEine Handlungs-Akademie zur Vorbereitung hat Stockholm nicht. Lektire allein ist zu trocken und iberhaupt zu ermidend nach emer den Geist erschlaffenden Arbeit während des ganzen Tages. Man glaubt daher jungen Personen eine erwunschte Gelegenheit an die Hand zu geben, durch Eröfilnung eines 1 okals, wo man des Abends, nach beendigtem Geschäft zusammentrifft, um sich uber verschiedene den Handel im allgemeinen betreffende Gegenstände zu unterhalten, und zugleich durch Erwerbung einer näheren Kenntniss von Produkten und deren Verarbeitung, Waarenkundle. Wechselgeschäfte, Handels., Seeund Wechselrecht, Erfindungen, Sitten und Gebräuche fremder Länder, und des Meheren, richtigere Ansichten vom Geschäftisleben zu gewinnen. Als Umgangsund Handelssprache zugleich wird in diesem Verein Deutsch gesprochen — des Schweden zweite Muttersprache — mit unter aber Französisch oder Englisch. Aufsätze iäber versehede ne mercantilische Gegenstände werden dabei vorgenemmen, die abweichenden Eigenheiten einer jeden Sprache, die ibereinstimmende Ter minologie, die Verschiedenheit der Comptoirproceduren, des Buchhaltens u. s. w. durchgegangen und erörtert werden. Man schmeichelt sich mit der angenehmen Erwartung, dass dieses Unternebmen, herbeige fuhrt durch das längst gefuhlte Bedärfniss eines solideren, Geist und Herz ansprechenden Vergnägens, als Erholungsstunden för Handelsbeflissene, för gesittete junge Leute, von Eltern und Herren Prinvzipalen mit Wohlwollen aufgenommen und fär eine längere Dauer befördert werden möge. Stockholm, im Oktober 1837. Edward Heymanson. Gewesener Buchhalter, Lehrer des Buchhaltens in Stockholm. Adresse: Jerntorget, Nr 57. —— nn oo sn

5 oktober 1837, sida 4

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